Süßen ohne Zucker

Zuckeralternativen - unsere Top 10

1. Honig

besteht aus bis zu 85 verschieden Zuckerarten (Fructose, Glucose, Saccharose, Maltose und viele weitere Mehrfachzucker). Er ist genau so kalorienreich wie normaler Zucker. Durch seine Inhaltsstoffe wie Pollen, Mineralstoffe, Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine und natürliche Farb- und Aromastoffe unterscheidet er sich von normalem Kirstallzucker. Honig wird auch eine leicht antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nach gesagt. Wer schon mal Halsschmerzen hatte, der hat sicher schon mal den Klassiker heisse Milch mit Honig getrunken. Bei Honig sollte man mit der Dosierung vorsichtig sein, da er in großen Mengen genauso schädlich ist wie normaler Industriezucker. Er eignet sich am Besten als Brotaufstrich, in Joghurt und in Milch.
Statt 100 g Zucker sollte man hier nur 70-80 g verwenden.

2. Agavendicksaft und Agavensirup

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bestehen aus einer Mischung von Fructose, also Fruchtzucker und Glucose, also Traubenzucker. Dadurch erreicht er einen sehr niedrigen glykämischen Index unter den natürlichen Süßungsmitteln. In ihm sind Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten und dadurch ist er als „gesunder Zuckerersatz“ sehr beliebt. Menschen mit einer Fructoseintoleranz sollten ihn allerdings nur in kleinen Mengen genießen. Er eignet sich hervorragend zum Süßen von Getränken. 
Statt 100 g Zucker sollte man hier nur 70-80 g Agavendicksaft oder -sirup verwenden.

3. Apfelsirup

ist nichts weiter als eingedickter und hochkonzentrierter Apfelsaft. Er enthält viel Fructose und sollte ebenfalls wie der Agavendicksaft und -sirup nur in Maßen verwendet werden. Durch seinen intensiven Apfelgeschmack ist er nur gezielt einsetzbar. Am Besten in Kompotts oder Salatdressings.

Statt 100 g Zucker sollte man hier nur 70-80 g Apfelsirup verwenden.

4. Ahornsirup

besteht hauptsächlich aus Saccharose, Fructose und 45% Wasser. Im Vergleich zu normalem Zucker hat er deutlich weniger Kalorien. Je dunkler der Ahornsirup, desto intensiver ist der Geschmack. Inhaltlich kann man sagen, dass er nur eine geringe Menge an Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen enthält. Er eignet sich beispielsweise sehr bekömmlich in Tee, zu Süßspeisen oder als Dessertsauce. Nicht zu vergessen der Klassiker zusammen mit Pancakes. Backen ist mit Ahornsirup ebenfalls möglich.
Statt 100 g Zucker sollte man hier nur 70-80 g Ahornsirup verwenden.

5. Reissirup

besteht hauptsächlich aus Glucose, Maltose und Mehrfachzuckern. Im Gegensatz zu Ahornsirup enthält er keine Fructose mehr, daher für Menschen mit einer Fructoseintoleranz bestens geeignet. Er hat etwas weniger Kalorien, wie der normale Haushaltszucker was auf den hohen Anteil an Wasser zurückzuführen ist.Sein Geschmack ist sehr mild und hat eine leicht nussige, karamellartige Note.Geeignet ist er zum Süßen von Müsli und Joghurt. Selbst zum Backen ist er geeignet.
Statt 100 g Zucker sollte man hier aber 10-20 g mehr Reissirup verwenden.

6. Kokosblütenzucker

besteht aus den Blüten der Kokospalme und wird auch oft als Palmzucker bezeichnet. Leider ist er meist nur schwer zu finden und sehr teuer in der Anschaffung. Positiv ist allerdings, dass er einen sehr niedrigen glykämischen Index hat und so den Blutzuckerspiegel nur gering ansteigen lässt, dies wiederum kann Heisshungerattacken vermeiden. Vitamine oder Mineralstoffe sind auch in ihm kaum enthalten und geschmacklich hat er rein gar nichts mit der Kokosnuss gemeinsam. Er erinnert ebenfalls eher an Karamell.Er eignet sich zum Backen und Kochen. Allerdings solltest du darauf achten, dass du den Teig ordentlich verrührst, da er gerne Klumpen bildet und beim Erhitzen solltest du auf eine langsam steigende Temperatur achten.
Statt 100 g Zucker sollte man hier aber 10-20 g mehr Kokosblützenzucker verwenden.

7. Xylit und Birkenzucker

Xylit ist synthetisch hergestellt und eigentlich ein Zuckeralkohol. Menschen produzieren sogar selbst eine gewisse Menge Xylit beim Verdauung von Kohlenhydraten. Oft wird er als Birkenzucker bezeichnet was oft in die Irre führt, denn er wird nicht direkt aus der Birke gewonnen. Allerdings kann das Birkenholz Bestandteil des industriell hergestellten Grundstoffes zur Xylitproduktion sein. Es kann aber auch aus anderen Harthölzern, Stroh, Getreidekleie, Maiskolben und deren Resten hergestellt werden. Dieser Zuckeraustauschstoff hat einen niedrigen glykämischen Index und enthält bis zu 40% weniger Kalorien als Haushaltszucker. Beliebt ist er allerdings auch, weil er Karies vorbeugen soll. Viele Kaugummis enthalten Xylit. Vorsicht ist bei zu viel Xylit geboten, denn dies kann Blähungen hervorrufen und abführend wirken. Xylit eignet sich zum Backen (außer Hefegebäck) oder auch Süßen anderen Süßspeisen oder Getränke. 

Er kann 1 : 1 verwendet werden, d.h. 100 g Haushaltszucker sind genau so süß wie 100 g Xylit.

8. Erythrit

ist ebenfalls ein Zuckeralkohol. Aber im Gegensatz zu Xylit ist er absolut kalorienfrei und bestens auch für Diabetiker geeignet. Die Herstellung ähnelt der Herstellung von Wein. Kohlenhydrate werden mit Hilfe von Pilzen fermentiert. Wer eine gute Zuckeralternative sucht, der ist mit Erythrit verhältnismässig gut bedient. Allerdings sollte beim Kauf auf das Bio-Siegel geachtet werden.Man kann so gut wie alles mit ihm süßen, er ist sehr flexibel einsetzbar.

Seine Süßkraft ist etwas schwächer als die von Haushaltszucker und bei einer Überdosierung können ebenfalls Blähungen und Durchfall die Folge sein. 

9. Stevia

wird aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen. Seine Süßkraft ist immens. 450 mal höher als die von Haushaltszucker. Stevia ist kalorienfrei und wird komplett insulinunabhängig verstoffwechselt, dadurch optimal auch für Diabetiker geeignet.

Wen der etwas eigene Nachgeschmack nicht stört, der kann so gut wie alles mit Stevia süßen. Allerdings eignet sich Stevia nicht besonders zum Backen, da die Strukturgebung fehlt.

10. Rübenzucker, Rohrzucker, brauner Zucker

Bestehen aus 100 % Saccharose, sind extrem kalorienreich und enthalten keinerlei Vitamine oder Mineralien. Oftmals wird braunem Zucker nur Farbstoff und andere Chemikalien zugesetzt, um den Anschein zu erwecken, dass er gesünder ist. Geschmacklich hat er zwar einen Touch von Karamell aber gesünder wie der weiße Industriezucker sind diese drei Sorten leider auch nicht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es keine Zuckeralternative gibt, die zu 100 % gesund oder gesünder ist als normaler Haushaltszucker. Es ist auch keine Hilfe zu Zuckerersatz zu greifen, wenn man bereits an einer Zuckersucht leidet. Wer die Möglichkeit hat zu Zucker zu kommen, der wird bei einer Zuckersucht nicht lange fackeln und wieder zugreifen.

Ganz schlecht machen möchte ich euch den Zucker und auch die Alternativen natürlich nicht. Es gilt, wie bei vielen Lebensmitteln, immer die Menge und das Maß von Zucker und dessen Alternativen. Am Besten ist es, wenn man langfristig seine Ernährung umstellt und weitestgehend auf Zucker verzichten, d.h. auch auf stark gesüßte Speisen oder Lebensmittel, in denen sich versteckte Zucker befinden.


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