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Basische Ernährung

Bei zahlreichen Prozessen im Organismus spielen chemische Verbindungen eine sehr wichtige Rolle. Das Verhältnis von Säuren und Basen beeinflusst unsere Gesundheit maßgeblich und sogar unser seelisches Wohlbefinden ist auf die Ernährung zurückzuführen.

Säuren und Basen wechseln sich stetig ab, ergeben aber doch eine Einheit, die immer in einem ausgeglichen Verhältnis stehen sollte. Es müssen also immer beiden Verbindungen im Körper vorhanden sein. Damit wir uns gesund und lebensfroh fühlen, sollten sie sich möglichst im Gleichgewicht befinden.

Säure ausatmen

Herrscht ein Säureüberschuss im Körper, so kann dieser durch bestimmte Mechanismen den Überschuss ausgleichen. 

Sogar über die Lunge kann dieser Ausgleich stattfinden! Durch kurzfristiges und vermehrtes Abatmen kann Kohlendioxid ausgeschieden werden. Vorsicht: Bitte nicht übertreiben und über einen längeren Zeitraum tief ein- und ausatmen, denn auch basische Stoffe können damit gemindert werden. 

Wer jeden Tag einen ausgiebigen Spaziergang von 30-40 Minuten macht, der kann allerdings damit tatsächlich den Säure-Basen-Haushalt unterstützen.

Diese Organe helfen das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten

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Unser Hauptausgleichs-Organ für den Säurehaushalt sind die Nieren. Sie kontrollieren ihn und stellen so eine Art Filterstation dar. Damit die Nieren richtig arbeiten können ist es von großer Bedeutung ausreichend Wasser zu trinken. Täglich 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser wären optimal.
Bei Sport und anderen schweißtreibenden Betätigungen bitte die Wasserzufuhr anpassen.

Auch in unserer Leber finden Entgiftungsvorgänge statt. Sie ist allgemein unser Entgiftungsorgan Nummer Eins!

Was ist mit unserem Bindegewebe? Unser Bindegewebe ist ebenfalls am Säure-Basen-Ausgleich beteiligt. Alles was über die Nieren nicht ausgeschieden werden kann, wird hier eingelagert. 

Dies kann sehr oft zu einer Überbelastung, einer Überladung, an Säuren führen, was zu vermehrtem Verlust der Elastizität des Bindegewebes führen kann und anfälliger für Verletzungen macht… Das ist bei vielen Lipödem-Betroffenen auch der Grund warum zum einen vermehrt blaue Flecken auftreten und zum anderen die Empfindlichkeit der Haut bei Übersäuerung größer wird (Druckschmerz, Spannung, Schweregefühl usw.)

Was passiert bei einer Übersäuerung?

Hier gilt es zu wissen, dass es verschiedene Übersäuerungs-Grade gibt.

  1. Idealer Zustand: der Säure-Basen-Haushalt ist im Gleichgewicht. Die verschiedenen Organe können eine kurzfristige Übersäuerung kompensieren und sind nicht überlastet. 
  2. Gestörter Säure-Basen-Haushalt: Dies ist der Fall, wenn diverse Organe aktiv sind und versuchen den gestörter Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dafür müssen Basen freigesetzt werden, was zu einer Mobilisierung der Knochensubstanz führt und Säure wird in der Muskulatur abgelagert. Folge dessen treten hier teils vermehrt Schmerzen auf.
  3. Chronische Übersäuerung: Wer sich lange Zeit im leicht gestörten Säure-Basen-Haushalt befindet, der entwickelt eine chronische-metabolische Azidose. Die Organe sind in der Dauerbelastung, viel mehr in einer Überbelastung und sind irgendwann erschöpft. Nun gilt es den Säure-Basen-Haushalt langfristig wieder in Balance zu bringen.  
  4. Akute Übersäuerung: Hier ist der Säure-Basen-Haushalt komplett entgleist und muss mittels medizinischer Versorgung wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Warum? Das Potential unserer Organe ist am Ende, und so versucht der Körper über die Lunge den Säuren-Überschuss loszuwerden. Es ist ein Notfall und sollte unbedingt schnellstmöglich behandelt werden.
    Anzeichen hierfür: anhaltendes und vertieftes Ein- und Ausatmen!

Symptome einer Übersäuerung sind

Hier ein paar Beispiele:

  • häufige Schmerzen im Bereich Wirbelsäule und Gelenken
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme/Erschöpfungszustände
  • Hauterkrankungen, Bsp.: Ekzeme, Neurodermitis, schlecht heilende Wunden
  • Extreme Gereiztheit/Nervliche Überlastung
  • Muskelverspannungen und -krämpfe
  • Verdauungsbeschwerden, Bsp.: Durchfall, Verstopfung, übelriechende Blähungen
  • Aufstoßen und Sodbrennen
  • Empfindlichkeit der Haut, Bsp.: anfällig für Sonnenbrand
  • Schmerzhafte, schwere Beine
  • Druckempfindlichkeit 
Das kann den Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht bringen

- Ärger, Frust
- Alkohol
- Atembeschwerden
- Bewegungsmangel
- Blutarmut
- Darmbeschwerden, Durchfall
- Dehydrierung aufgrund zu wenig Flüssigkeitszufuhr
- Durst
- Schlecht eingekellert Diabetes
- Erbrechen
- Vermehrter Harndrang
- Hohes Fieber, Entzündungen im Körper
- Hunger
- Langzeitfasten
- Div. Medikamente
- Niedergeschlagenheit
- Nierenerkrankungen und -funktionsstörungen
- Nikotin
- Schockzustände
- Stress
- Überfluss an süßen und fettigen Lebensmitteln
- Übermäßiger Konsum von Eiweiß (hauptsächlich tierischer Herkunft
- Vergiftungen

Bekannte Säurequellen sind zum Beispiel:
  • Alkohol
  • Fett
  • Fleisch
  • Getränke mit Kohlensäure
  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Diverse Arzneimittel
  • Nikotin
  • Weißmehl-Produkte
  • Zucker, Süßigkeiten 
  • Gesüßte Getränke 
  • Ernährung und diverse Gewohnheiten
    umstellen lohnt sich

    Die Hauptschuld, dass unser Säure-Basen-Haushalt aus der Balance gerät liegt an unserer Ernährung, die oftmals viel zu ungesund und nicht selten extrem einseitig ist. 

    Wir essen zu salzig, verzehren eine Menge Süßigkeiten und Kaffee, möglicherweise auch noch mit Zucker, trinken Alkohol und gesüßte Limonaden als wäre es Wasser und der ein oder andere hat noch das Laster Nikotin an der Backe. 

    Kein Wunder also, dass wir unseren Körper damit systematisch übersäuern.

    Statt öfter zu Obst und Gemüse zu greifen, essen wir saure Lebensmittel, wie Zucker, Fleisch- und Wurstwaren. Auch Weißmehl trägt zur Übersäuerung bei. 

    Wenn man dann noch zusätzlich zu wenig trinkt, dann sind unsere Nieren nicht in der Lage ihre volle Leistung zu erbringen und es sammelt sich nach und nach immer mehr „Müll“ in unserem Körper an. 

    Mein Tipp: Mindestens 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser trinken! 

    Finger weg von Süßgetränken und auch bei Säften sollte man bitte nur selten zugreifen. 

    Warum Bewegung so wichtig ist…

    …das hatte ich ja vorhin schon angeschnitten. Wir Deutschen werden leider immer fauler. Damit sind nicht ALLE gemeint! Aber Studien zeigen, dass Bewegungsmangel zu einem Zivilisationsproblem wird. 

    Was die Wenigsten wissen: Regelmässige Bewegung wirkt sich nicht nur günstig auf den Säure-Basen-Haushalt aus, sondern auf unseren gesamten Organismus, unsere Gesundheit allgemein.  

    Wer regelmässig sportliche Übungen macht, der stärkt sein Bindegewebe, das Herz-Kreislauf-System und auch die Atmung. Außerdem wirkt sich Bewegung auf unsere Verdauungstätigkeiten aus, auf den Muskelstoffwechsel und auf unser Herz. Unser Herz ist im Übrigens ebenfalls ein Muskel, der trainiert werden kann und auch sollte!

    Wir können mit regelmässigen Sport unsere Bänder, Knochen, Sehnen kräftigen, können die Durchblutung beeinflussen und somit auch Gelenkverschleiß entgegenwirken. 

    Wer an Diabetes leidet, der weiss, dass sich Sport auch auf den Blutzucker auswirkt und auch die Blutfettwerte können positiv beeinflusst werden.

    Bewegung sorgt nicht nur für gute Laune und eine bessere Immunabwehr, sondern hilft selbstverständlich auch beim Abnehmen. Wer also bis ins hohe Alter fit bleiben will, der sollte sich regelmässig bewegen.

    Außerdem wird, wie bereits erwähnt, ein Teil der Säure (Kohlensäure) dabei ausgeatmet und Milchsäure (Laktat) in der Muskulatur wird schneller abgebaut. Viele spüren nach einigen Minuten Bewegung eine deutliche Erleichterung in den Beinen. 

    Auch Schwitzen ist gut für unseren Säure-Basen-Haushalt und wirkt sich allgemein positiv auf unseren Körper und unser Wohlbefinden aus. 

    Aber: Bitte nicht übertreiben, das führt sonst nur zum Gegenteil!

    Stress - Gift für unseren Körper

    Vor allem psychischer Stress und gedrückte Stimmung können dazu beitragen, dass sich Säuren bilden. Deswegen sollte man immer für ausreichend Ausgleich sorgen. Leider lässt sich das nicht immer vermeiden. Viele sind jeden Tag hohem Leistungsdruck ausgesetzt und dann macht man sich selbst auch noch Druck. 

    Das Thema „Abnehmen!“ ist leider auch für viele ein stetiger Kampf, da sich viele zeitlich zu sehr unter Druck setzen und in sehr kurzer Zeit ihrem Körper zu viel abverlangen! 

    Fakt ist allerdings: Nur, wenn der Körper, Geist und Seele im Einklang ist, dann geht es uns wirklich gut.

    Was genau macht Stress in unserem Körper?

    Er kann zu Veränderungen des Hormomhaushaltes führen und gerade regelmässiger Stress führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. 

    Eine Übersäuerung ist oftmals die Folge, denn diese Hormone beeinflussen viele automatische Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung, Herztätigkeit und Blutdruck. 

    Also einfach öfter mal tief durchatmen und sich bewusst machen, in welchem Ist-Zustand man sich gerade befindet und dann bewusst handeln.

    Ausführlicheres findest du auch nochmal in den Beiträgen
    >>„Können wir trotz Stress abnehmen?“<<

    >>und die „10 absoluten Stresskiller“<<

    Das können ebenfalls Folgen einer Übersäuerung sein

    Übersäuerung macht sich auch im Magenbereich bemerkbar. Viele Menschen klagen dann beispielsweise über Gastritis, Magengeschwüre, häufiges Sodbrennen, Pilzbefall oder auch immer wiederkehrende Verdauungsbeschwerden.

    Die Haut reagiert ebenfalls auf einen übersäuerten Zustand. Deutlich zu sehen und zu spüren. Cellulite, Ekzeme, Neurodermitis und sehr empfindliche Haut sind Zeichen dafür, dass der Körper übersäuert ist. 

    Bei Lipödem-Betroffenen sind die Schmerzen in Beinen und Armen deutlich schlimmer, wenn ihr Säure-Basen-Haushalt nicht immer Einklang ist.

    Warum leiden so viele Menschen an Allergien? Ist hier auch eine Übersäuerung schuld? Ja! Nicht nur Allergien, sondern auch Lebensmittelunverträglichkeiten, trockene, gerötete Augen, Nebenhöhlen-Entzündungen und sogar ein Hörsturz kann die Folge von Übersäuerung sein. 

    Es steht fest: eine Entsäuerung wirkt sich lindern auf Allergien aus.

    Sauer macht lustig! 

    Wenn unser Körper übersäuert ist, dann ist erst mal Schluss mit lustig. Denn bei einer Übersäuerung wird unser vegetatives Nervensystem gereizt und verursacht die ein oder andere Störung in unserem System. 

    Kein Wunder, warum Menschen, die gestresst sind, sich ungesund ernähren und kaum Bewegung in ihrem Alltag haben, oft an depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen und der daraus folgenden Müdigkeit und Erschöpfung leiden.

    Mein Tipp bei Stress:

    Gute Basenlieferanten verzehren, öfter mal einen Gang zurückschalten und mit meditieren beginnen, wer autogenes Training bevorzugt, der kann sogar seine Konzentrationsfähigkeit fördern. Wer eine Badewanne besitzt, der kann sich gelegentlich ein Entspannungsbad mit Rosmarin- und Zitronenöl gönnen.

    Basenbäder sind super. Hier ein einfaches Rezept für alle, die es gerne einmal für sich selbst testen möchten:

    Badewasser einlassen. Die Temperatur sollte möglichst bei 37°C liegen. Dann vermischst du 0,5 Liter Wasser mit 100 g Natron. Sobald es sich vollständig aufgelöst hat kippst du es in die Badewanne und gibst ein paar Tropfen Lavendelöl. Alles mit der Hand schön verteilen und ab in die Wanne. Nach ca. 40 Minuten kannst du selber spüren, wie gut so ein Bad nach einem stressigen Alltag tut.

    Natrium sorgt für eine körpereigene Rückfettung der Haut und entsäuert unseren Körper. Die Haut wird spürbar weicher und geschmeidig. Lavendelöl wirkt entschlackend, hilft bei der Zellerneuerung und fördert die Durchblutung.

    Fazit

    Wir fassen zusammen neben guter und gesunder Ernährung ist auch ausreichend Bewegung sehr wichtig für den Säure-Basen-Haushalt. 
    Achte auf deine Ernährung und dein Trinkverhalten, versuche auf Süßes und Zuckerhaltiges weitestgehend zu verzichten. Integriere stattdessen mehr basische Lebensmittel, Obst und Gemüse! 
    Stilles Wasser, Wasser mit Zitrone oder Kräutertees sind ideal.
    Bei Alkohol und Nikotin frage dich selbst, ist das wirklich nötig, sind Zigaretten überlebenswichtig? 
    Ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft ist ideal. Am besten sind täglich 20-30 Minuten, kürzere Einheiten wirken sich kaum auf den Stoffwechsel, Kreislauf oder die Entgiftung aus. Ein optimales Ergebnis zeigten Ausdauer- und Kraftsport im Wechsel.
    Egal für was du dich entscheidest: Bewege dich ausreichend, denn  Bewegung hält fit. Wer sich regelmässig bewegt, hat Einfluss auf die Stabilität der Knochen und kann vor vorzeitigem Knochenabbau schützen. Sport im Freien, sprich in der Sonne, fördert die körpereigene Produktion von Vitamin D, welches ebenfalls wichtig für unsere Knochen und dir Psyche ist. 
    Ebenfalls wichtig für dein Wohlbefinden: Vermeide Stress. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, die davon, wie bereits erwähnt sind Unternehmungen in der freien Natur. Unternimm was Schönes mit Freunden, vielleicht eine kleine Wanderung? Das kann Stress abbauen und bringt vor allem die gute Laune zurück!
    Auch Meditation oder autogenes Training und sogar Yoga oder Qi Gong helfen unseren Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht zu bringen und bewusster zu leben.
    Was man immer und überall tun kannst, wenn man spürt, dass der Stress überhand nimmt: 1 Minute bewusst tief ein- und ausatmen. Durch die Nase ein und durch den Mund ganz langsam wieder ausatmen, dafür kann man die Lippen etwas spitzen, damit man beim Ausatmen nicht zu schnell ausatmet
    Hier ein paar Lebensmittel, die künftig ruhig öfter verzehrt werden dürfen:

    Haselnüsse sind exzellente Basenlieferanten und enthalten zusätzlich noch viel Magnesium, was wiederum für die Gesundheit der Knochen wichtig ist. 

    Wassermelonen schmecken nicht nur herrlich erfrischend, sie können helfen  das Bindegewebe zu festigen, da sie zur Ausscheidung von Schadstoffen und Schlacken beitragen.

    Artischocken sind dafür bekannt, dass sie unsere Leber stärken können und die Leberzellen schützen. Deswegen gerne öfter zu dieser kalorienarmen,  grünen Knospe greifen, deren Blätter essbar sind und die sogar Fettverbrennung und Verdauung positiv beeinflussen kann.

    Zitronen sind, obwohl sie sauer schmecken, basisch und wer öfter Wasser mit frisch gepresster Zitrone oder ein paar Zitronenscheiben trinkt, der kann den Säure-Basen-Haushalt ebenfalls unterstützen. 

    Sellerie kann Ablagerungen in Gelenken helfen zu lösen und wird oftmals bei Gelenkbeschwerden, z.B. Arthrose eingesetzt. Am besten frisch und selbst als Selleriesaft zubereiten und so ganz einfach was für sei allgemeines Wohlbefinden tun.

    Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren) Kiwi, Weintrauben, Mangos sind extrem wertvolle Basenlieferanten. Grob kann man sagen, dass fast jedes Obst ein Basenlieferant ist. Obst ist nicht nur gesünder, gerade frisches Obst schmeckt auch viel besser als Süßigkeiten. Also ran an die Früchte und öfter mal einen Obstsalat genießen, denn damit tust du dir und deiner Gesundheit was Gutes!

    1 Kommentar zu „Basische Ernährung“

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