Warum du trotz Diät und Sport nicht abnimmst
Du machst alles richtig, und trotzdem passiert nichts
Du achtest auf deine Ernährung, bewegst dich regelmäßig und gibst dir wirklich Mühe!? Vielleicht sogar mehr als früher!? Und trotzdem bleibt der Fortschritt aus, oder es fühlt sich sogar so an, als würde sich dein Körper in die falsche Richtung entwickeln?!
Viele Frauen mit Lipödem kennen das Gefühl, wenn die gewünschten Ergebnisse ausbleiben. Stillstand oder sogar eine Gewichtszunahme sind manchmal nicht nur körperlich sehr belastend. Und irgendwann kommt die Frage auf: Was mache ich eigentlich falsch?
Die ehrliche Antwort darauf ist: In den meisten Fällen liegt es nicht an fehlender Disziplin.
Abnehmen mit Lipödem ist viel komplexer
Der Körper funktioniert beim Lipödem nicht nach einem einfachen Prinzip wie „weniger essen, mehr bewegen gleich Abnahme“. Diese Denkweise greift definitiv zu kurz.
Dein Körper reagiert auf viele verschiedene Faktoren gleichzeitig. Dazu gehören unter anderem Stress, Schlaf, hormonelle Veränderungen, Trainingsbelastung und die Dauer, in der du dich bereits in einem Kaloriendefizit befindest.
Besonders bei Frauen mit Lipödem, häufig auch ab einem Alter von etwa 35 Jahren, wird dieser Gesamtzusammenhang immer wichtiger. Der Körper reagiert sensibler und lässt sich nicht mehr so einfach „steuern“ wie vielleicht noch vor ein paar Jahren.
Dein Körper blockiert
Ein zentraler Aspekt, der oft übersehen wird, ist der Zustand deines Körpers.
Man kann vereinfacht sagen, dass dein Körper zwei grundlegende Zustände kennt. Einen Zustand, in dem Veränderung möglich ist, also Fortschritt, Fettabbau und Energiesteigerung. Und einen Zustand, in dem der Körper auf Schutz und Stabilität ausgerichtet ist.
Wenn dein Körper über längere Zeit unter Belastung steht, kann er in diesen Schutzmodus wechseln. Das passiert zum Beispiel dann, wenn du dauerhaft zu wenig isst, viel trainierst, wenig schläfst und gleichzeitig einen hohen Alltagsstress hast.
In diesem Zustand versucht dein Körper nicht mehr, sich zu verändern, sondern Energie zu sparen und Stabilität zu sichern. Genau dann entsteht der typische Stillstand, den viele Frauen erleben.
Woran du erkennst, dass dein Körper blockiert
Dieser Zustand zeigt sich oft nicht sofort eindeutig, sondern eher durch verschiedene Signale.
Viele Frauen berichten, dass sie trotz Kaloriendefizit ständig an Essen denken, ihre Energie über den Tag stark schwankt oder sie schneller frieren als früher. Auch eine schlechtere Regeneration oder das Gefühl, dass Fortschritt nur noch mit sehr viel Druck möglich ist, sind typische Anzeichen.
Diese Signale sind keine Zufälle, sondern Hinweise darauf, dass dein Körper aktuell nicht im Veränderungsmodus ist.
Der häufigste Fehler: Noch mehr Druck
Wenn Fortschritte ausbleiben, reagieren viele mit noch mehr Einsatz. Sie reduzieren die Kalorien weiter, erhöhen das Trainingspensum und versuchen, noch mehr Kontrolle in ihren Alltag zu bringen.
Genau hier liegt jedoch oft das Problem.
Mehr Einsatz führt nicht automatisch zu besseren Ergebnissen. Im Gegenteil: Wenn dein Körper bereits unter Stress steht, verstärkt zusätzlicher Druck häufig genau die Blockade, die du eigentlich lösen möchtest.
Der Unterschied zwischen Kontrolle und Verständnis
Ein wichtiger Wendepunkt entsteht, wenn du beginnst, zwischen Kontrolle und echter Steuerung zu unterscheiden.
Kontrolle bedeutet, sich strikt an Regeln zu halten, Kalorien zu zählen und alles möglichst genau umzusetzen. Viele Frauen sind darin sehr gut.
Steuerung hingegen bedeutet, den eigenen Körper zu verstehen. Es geht darum zu erkennen, wann dein Körper mehr Energie braucht, wann Training sinnvoll ist und wann Regeneration im Vordergrund stehen sollte.
Dieses Verständnis ist entscheidend, um aus dem Stillstand herauszukommen.
Was du konkret verändern kannst
Ein erster wichtiger Schritt ist, nicht dauerhaft im Kaloriendefizit zu bleiben. Wenn dein Körper über einen langen Zeitraum zu wenig Energie bekommt, kann das genau die Blockade verstärken.
Genauso wichtig ist ein ehrlicher Blick auf deinen gesamten Stress. Dabei geht es nicht nur um äußere Faktoren wie Arbeit oder Familie, sondern auch um Trainingsstress, Diätdruck und den mentalen Anspruch, alles perfekt machen zu wollen.
Ein dritter zentraler Punkt ist die Regeneration. Ausreichender Schlaf, bewusste Pausen und Phasen der Entlastung sind keine Nebensache, sondern eine Voraussetzung dafür, dass dein Körper überhaupt wieder reagieren kann.
Du hast nicht versagt
Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke zum Schluss: Du hast nicht versagt.
Wenn dein Körper nicht reagiert, liegt das in den meisten Fällen nicht daran, dass du zu wenig tust, sondern daran, dass dein Körper unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr in der Lage ist, auf Veränderung zu reagieren.
Der Schlüssel liegt nicht darin, noch mehr Druck aufzubauen, sondern darin, die Signale deines Körpers zu verstehen und deinen Ansatz entsprechend anzupassen.
Genau dort entsteht wieder die Möglichkeit für echte Veränderung.
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