Diese Routine hat mein Leben verändert!
Wenn dein Körper nicht mehr kann, aber du trotzdem weitermachst
Wer mit Lipödem lebt, weiß, dass es nicht nur um Schmerzen in Beinen oder Armen geht. Es geht um ein ständiges Schweregefühl, um Druck, um das Gefühl, dass der eigene Körper ständig gegen einen arbeitet. Es geht um Erschöpfung, um emotionale Achterbahnfahrten, um Reizbarkeit und darum, dass das Nervensystem scheinbar nie zur Ruhe kommt. Selbst kleine alltägliche Dinge können sich wie ein Kraftakt anfühlen. Genau so habe ich mich lange gefühlt, bis ich begonnen habe, bewusst etwas für mich zu verändern.
Ich war es leid, immer nur zu funktionieren. Also begann ich, mir eine tägliche halbe Stunde nur für mich zu nehmen. Die Kombination aus Akupressur, Meditation und 30 Minuten bewusster Zeit nur für mich hat mein gesamtes Wohlbefinden nachhaltig verändert.
Mein Einstieg in die Selbsthilfe mit Akupressur
Der Winter ist lang, kalt und dunkel. Das Energielevel ist bei vielen irgendwann am Tiefpunkt und wenn es nach mir ging, dann hätte ich am liebsten per Knopfdruck Sonne, Wärme und duftende Blumen um mich! Leider gibt es diesen Knopf nicht und so hatte ich im Februar 2025 neben meinem mentalen Tief auch noch zusätzlich starke Rückenschmerzen, war ständig verspannt und mein inneres System fühlte sich durchgängig gestresst. Damals entdeckte ich eher zufällig die Akupressurmatte durch einen Social Media Post. Anfangs war ich skeptisch, aber ich wollte es ausprobieren und bestellt mir eine Matte und ein Kissen dazu.
Das erste mal auf der Matte, mit nacktem Rücken auf diesen kleinen Spitzen war mehr als unangenehm, es tat höllisch weh und fragte mich allen ernstes, was ich da eigentlich wieder für ein saudummes Experiment angefangen habe. Aber ich blieb dran und ich habe den Schmerz ausgehalten. Und schon nach wenigen Sekunden stellte sich ein tiefes, wohltuendes Wärmegefühl ein. Ich spürte, dass sich etwas in mir löst, sowohl körperlich, aber auch mental. Es war, als würde mein Körper ein Stück weit aufatmen.
Akupressur basiert auf einer jahrtausendealten Heilmethode, die aus der traditionellen chinesischen und indischen Medizin stammt. Die feinen Spitzen der Matte stimulieren gezielt die Hautnerven, wodurch die Durchblutung gefördert und der Lymphfluss angeregt wird. Gleichzeitig kann die Akupressur Muskelverspannungen lösen und die Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen wie Endorphinen und Oxytocin anregen. Für Frauen mit Lipödem kann das besonders wertvoll sein, weil es direkt an mehreren Herausforderungen gleichzeitig ansetzt: Die verbesserte Durchblutung kann zu einer besseren Versorgung im Gewebe führen. Der aktivierte Lymphfluss kann helfen, Schwellungen zu reduzieren. Und die Stressreduktion hat Einfluss auf den Cortisolspiegel, was wiederum Wassereinlagerungen und Reizbarkeit mindern kann.
Zur Ruhe kommen – mit Meditation als Schlüssel
Ergänzt habe ich meine Akupressurzeit durch geführte Meditationen. Ich war lange Zeit kein Fan von Meditation. Es fiel mir schwer, meinen Geist zur Ruhe zu bringen. Doch in Kombination mit der Matte, in einem sicheren, warmen Raum, entstand auf einmal ein Moment, der nur mir gehörte. Ich lag still, hörte einer sanften Stimme zu, atmete und spürte, wie mein gesamtes System langsam in einen Zustand tiefer Ruhe kam.
Gerade beim Lipödem ist das Nervensystem häufig im Alarmmodus. Stress, Druck und Schmerz sorgen dafür, dass der sogenannte Sympathikus dauerhaft aktiv ist. Das ist der Teil unseres Nervensystems, der für Kampf oder Flucht zuständig ist, ein Modus, der auf Dauer krank machen kann. Meditation unterstützt den Wechsel in den parasympathischen Modus, den Zustand von Regeneration, Verdauung und innerer Heilung. Studien belegen, dass regelmäßige Meditation nicht nur den Stresspegel senken, sondern auch das Schmerzempfinden beeinflussen und die emotionale Belastbarkeit erhöhen kann.
Die Kraft einer einfachen Routine
Heute ist meine halbe Stunde am Mittag ein fester Bestandteil meines Tages. Ich esse in Ruhe, räume auf, ziehe meine Kompression etwas nach unten, damit sie nicht mit der Matte in Kontakt kommt, lege mich hin, mache meine Kopfhörer rein und starte meine Meditation. Manchmal schlafe ich ein, manchmal liege ich einfach nur da, aber immer stehe ich mit einem Gefühl von innerer Ruhe und Leichtigkeit wieder auf. Es ist schwer zu beschreiben, aber es fühlt sich an wie ein Reset für Körper und Geist.
Diese Routine hat nicht von heute auf morgen alles verändert, aber über Wochen und Monate hinweg spüre ich die Wirkung deutlich. Ich habe weniger Schmerzen im Rücken und Nacken, mehr Energie am Nachmittag, meine Stimmung ist stabiler und ich fühle mich nicht mehr so schnell überfordert. Auch meine emotionale Reizbarkeit hat spürbar abgenommen. Es ist nicht nur die Matte oder die Meditation allein… es ist die bewusste Entscheidung, mir selbst jeden Tag Raum zu geben. In Kombination mit einer passenden Ernährung und Bewegung ergibt sich daraus eine Basis, auf der mein Körper wieder Vertrauen entwickeln kann.
Für alle, die sich noch nicht trauen
Falls du das Gefühl hast, das klingt schön, aber du weißt nicht, ob du das aushalten kannst: Fang klein an. Du musst nicht gleich 30 Minuten auf der Matte verbringen. Vielleicht startest du mit fünf Minuten, mit einem T-Shirt zwischen dir und der Matte, auf dem Sofa liegend. Atme bewusst, geh mit dem Schmerz, nicht gegen ihn. Und wenn du dich unsicher fühlst, such dir eine geführte Meditation, die dich begleitet. Es geht nicht darum, sofort etwas zu erreichen, sondern darum, dir überhaupt erst einmal zu erlauben, zur Ruhe zu kommen.
Du darfst dir Gutes tun – jeden Tag
Ich weiß heute: Es war nicht egoistisch, mir diese Zeit zu nehmen. Es war notwendig. Mein Körper hat mir lange genug gezeigt, dass er Hilfe braucht und diese Hilfe beginnt bei mir. Bei der Entscheidung, mir selbst zuzuhören. Ich wünsche dir, dass du diesen Schritt auch für dich gehst. Vielleicht ist es nur eine kleine Veränderung, ein neuer Impuls, aber manchmal reicht genau das, um wieder ein Stück mehr bei sich selbst anzukommen.
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