Weihnachten mit Lipödem

Ohne Essanfälle, schlechtes Gewissen und Gewichtszunahme?

Die schönste Zeit des Jahres? Für viele fühlt sich Weihnachten ganz anders an.
Während draußen festlich dekoriert wird, sieht es in vielen Innenwelten ganz anders aus: Unsicherheit, Selbstzweifel, Schmerzen, innerer Stress und ein ständiger Kampf mit dem eigenen Körper und den Lipödemsymptomen.

Gerade für Frauen mit Lipödem sind die Feiertage oft eine emotionale Zerreißprobe. Das Zusammenspiel aus gesellschaftlichen Erwartungen, eigener Erschöpfung und der Sorge um die Sache mit dem Gewicht, Essen und Schmerzen lässt wenig Raum für echte Besinnlichkeit.
Statt Vorfreude auf die ruhige Zeit dominiert die Angst vor Essanfällen, vor dem gefürchteten Blick auf die Waage im Januar, und vor dem Gefühl, wieder einmal „versagt“ zu haben.

Aber was wäre, wenn du dir dieses Jahr etwas anderes erlaubst?
Nicht Perfektion, sondern Ruhe. Nicht Verzicht, sondern bewusste Entscheidungen. Nicht Druck, sondern Selbstfürsorge.

In diesem Beitrag zeige ich dir 7 typische Fehler, die viele Frauen mit Lipödem rund um Weihnachten machen, und wie du sie vermeiden kannst. Es geht nicht um Verbote, sondern um Wege, die sich echt, machbar und wohltuend anfühlen. Für ein Weihnachten, das sich zum ersten Mal nicht wie ein Kraftakt anfühlt, sondern wie echte Verbindung mit dir selbst.

1. Heimliches Snacken – ohne Hunger und Gewichtszunahme

Adventskalender, Plätzchenteller, Lebkuchen… in der Weihnachtszeit lauern überall Verlockungen. Was harmlos beginnt mit „ist doch nur ein kleines Stück“, summiert sich oft über Tage und Wochen. Besonders abends auf der Couch wird aus Gewohnheit gegessen, nicht aus echtem Hunger.
Gerade bei Lipödem kann dieses ständige Snacken zu Wassereinlagerungen, Entzündungen, stärkeren Schmerzen und Gewichtszunahme führen.

Was du tun kannst:

  • Lege dir bewusste Alternativen zurecht: Nüsse mit Schale zum selber knacken, ein paar Datteln, ein kräftiger Gewürztee
  • Frage dich: Esse ich, weil ich wirklich hungrig bin, oder weil ich müde, frustriert oder gelangweilt bin?
  • Entwickle im Alltag kleine Achtsamkeitsroutinen, um emotionale Auslöser zu erkennen, bevor du in die automatische Snack-Spirale rutschst

2. Die „Ich mach vorher Diät“-Falle

“Ich esse im Dezember einfach weniger, dann darf ich an Weihnachten richtig zuschlagen.“

Ein Gedanke, den viele kennen und nicht wenige von uns schon gemacht haben, ich nehme ich da nicht aus, der aber immer nach hinten losgeht. Vor allem bei Lipödem reagiert der Körper auf Kaloriendefizite oft mit einem Energiesparmodus.
Die Folge: Das Festessen setzt sich dann besonders gerne auf unsere Hüften und Co, und der Jo-Jo-Effekt ist vorprogrammiert.

Was du tun kannst:

  • Verzichte auf kurzfristige Diäten und setze stattdessen auf regelmäßige, nährstoffreiche, anti-entzündliche Mahlzeiten
  • Denke nicht in „erlaubt“ oder „verboten“, sondern in „hilfreich“ und „nicht hilfreich
  • Schaffe dir vor dem Festessen eine stabile Basis, das hilft, emotional und körperlich im Gleichgewicht zu bleiben

3. Stress essen statt genießen

Weihnachten ist oft alles, nur nicht ruhig. Familienbesuche, Geschenkestress, Jahresendgeschäfte, Kinderprogramm. Dazu der Anspruch, alles „schön“ zu machen. Der Körper schüttet Cortisol aus, ein Stresshormon, und plötzlich meldet sich der Heißhunger auf Süßes, Fettiges, Salziges.

Was du tun kannst:

  • Erkenne frühzeitig deine Stresssignale: Gereiztheit, Müdigkeit, unruhiger Schlaf
  • Plane täglich kleine Auszeiten ein: 5 Minuten frische Luft, bewusstes Atmen, Hand aufs Herz, ein kleines Mantra wie „Ich bin sicher und darf gut für mich sorgen
  • Setze klare Grenzen. Du darfst übrigens auch “Nein” sagen und musst nicht allem gerecht werden

4. Schlafmangel, der unsichtbare Dickmacher

Im Dezember geraten viele in einen anderen Rhythmus: Spätes Zubettgehen, Weihnachtsserien werden bis spät in die Nacht geschaut, Geschenke müssen noch schnell und spontan verpackt werden, diverse Feiern stehen an, manchmal müssen noch extra Plätzchen gebacken werden… Was harmlos wirkt, bringt deinen Körper aus dem Gleichgewicht. Schlafmangel fördert Entzündungen, steigert den Appetit und hemmt die Regeneration, ein Teufelskreis, der gerade mit Lipödem schwer wiegt.

Was du tun kannst:

  • Sie Schlaf als deine Priorität – nicht als Luxus
  • Schaffe dir ein kleines Abendritual, das dir hilft runterzufahren
  • Erinnere dich daran: In der Nacht reguliert dein Körper den Hormonhaushalt, verarbeitet Stress und kann sogar Fett aus Depots lösen, aber nur, wenn du ihm genug Ruhe gönnst

5. Die Getränke-Falle

Glühwein, Punsch, Eierlikör, sie gehören für viele einfach zur Weihnachtszeit dazu. Doch sie haben es in sich: viel Zucker, viel Alkohol, viele Kalorien, und eine direkte Wirkung auf deinen Blutzucker, deinen Entzündungsstatus und dein Hungergefühl.

Was du tun kannst:

  • Entscheide bewusst und genieße mit allen Sinnen
  • Probiere alkoholfreie Alternativen wie heißen Früchte-Tee mit Zimt, Nelken, Orangenscheiben, es muss nicht immer was Alkoholisches sein
  • Wenn du dich für ein alkoholisches Getränk entscheidest, genieße es achtsam und  nicht so nebenbei, denn sonst wird aus einem Glühwein schnell, zwei, drei …

6. Emotionales Essen – still und leise

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Alle sind scheinbar glücklich, nur du fühlst dich leer, fehl am Platz, innerlich abgeschaltet. Essen wird dann schnell zum Trost. Für ein paar Minuten Ruhe im Kopf, bevor die Schuldgefühle einsetzen. Für viele Frauen mit Lipödem ist emotionales Essen ein stiller Begleiter, besonders an Weihnachten.

Was du tun kannst:

  • Nimm deine Gefühle ernst, statt sie zu betäuben
  • Sprich mit jemandem, dem du vertraust, oder hole dir professionelle Begleitung
  • Erinnere dich: Du bist nicht schwach, du bist überfordert. Und das darf sich ändern

7. Essen wie die anderen, um dazuzugehören

Besonders schwierig wird es, wenn du das Gefühl hast, „nicht auffallen“ zu wollen. Also isst du gewisse Lebensmittel, obwohl sie dir nicht guttun. Aus Rücksicht. Um nicht die „Komische mit der Extrawurst“ zu sein. Dabei übergehst du dich, und deine eigenen Bedürfnisse und garantiert wird dein Körper reagieren, aber nicht ohne Spuren zu hinterlassen

Was du tun kannst:

  • Lerne, freundlich, aber klar für dich einzustehen
  • Bereite eigene Alternativen vor und sprich offen darüber
  • Denk daran: Du musst dich nicht erklären. Du darfst entscheiden, was für dich richtig ist

Weihnachten darf leicht sein

Wenn du dich in diesen Punkten wiedererkennst, dann möchte ich dir etwas sagen: Du bist nicht allein. Und du musst das nicht allein schaffen.
Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, um Weihnachten nicht nur zu überstehen, sondern wirklich genussvoll und zufrieden zu erleben. Auf deine Weise. Mit mehr Leichtigkeit, mehr Selbstfürsorge und einem echten JA zu dir selbst.

In meiner aktuellen YouTube-Folge spreche ich offen und ehrlich über genau diese Themen, und teile mit dir Erfahrungen, Gedanken und Lösungen, die wirklich funktionieren.

Du bist es wert, Weihnachten ohne schlechtes Gewissen zu genießen.
Und du darfst dir selbst das größte Geschenk machen: Ein liebevoller Umgang mit deinem Körper. Jetzt und nicht erst im Januar.

Bewirb dich auf ein kostenloses Erstgespräch unter: https://schwarztina.de/termin

Wer mehr über mich erfahren will, darf mich auch gerne auf Facebook / Instagram besuchen:
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