Lipödem und Abnehmen:
Ist Frühstück ein Muss oder nur ein Mythos?
Warum du als Frau mit Lipödem beim Thema Frühstück nicht auf Standard-Tipps hören solltest
„Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.“ Diesen Satz hast du vermutlich schon unzählige Male gehört. Vielleicht hast du ihn sogar selbst geglaubt, oder dich ganz bewusst davon verabschiedet.
Aber was stimmt denn nun?
Gerade bei Lipödem, mit Hormonschwankungen, Heißhunger und emotionalem Essverhalten, funktioniert vieles nicht “normal”. Deshalb schauen wir in diesem Beitrag ganz genau hin: Was bedeutet Frühstück wirklich für dich, und ist es für deinen Stoffwechsel und deine Abnahme entscheidend oder überbewertet?
Woher kommt der Frühstücks-Trend überhaupt?
Wusstest du, dass der Satz „Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“ ursprünglich gar nicht aus der Wissenschaft kommt, sondern aus dem Marketing?
In den 1940er-Jahren haben große Lebensmittelkonzerne gezielt Kampagnen gestartet, um Frühstücksprodukte wie Cerealien und Co. als „gesund und unverzichtbar“ zu positionieren. Der Spruch hat sich eingebrannt, ganz unabhängig davon, ob er überhaupt sinnvoll ist.
Frühstück weglassen – bringt das wirklich was?
In meinem Coaching begegnen mir viele Frauen, die sagen:
„Ich frühstücke nicht, so spare ich Kalorien und nehme schneller ab.“
Klingt ja erst mal logisch, oder?
Aber in der Realität sieht das oft ganz anders aus:
- Ab dem Nachmittag kommt der Süßhunger
- Abends steht die innere „Raupe Nimmersatt“ vor der Tür
- Und häufig endet der Tag mit einem Essanfall, schlechtem Gewissen und dem Gefühl, versagt zu haben
Das sind genau die Muster, die ich bei Lipödem-Frauen immer wieder sehe, und die mit einem stabilen Start in den Tag oft deutlich besser in den Griff zu bekommen sind.
Was sagt die Wissenschaft?
Die Studienlage ist vielschichtig:
- Wer frühstückt, nimmt nicht automatisch ab
- Wer nicht frühstückt, hat nicht automatisch einen kaputten Stoffwechsel
- Aber: Ein Frühstück kann helfen, Blutzuckerschwankungen zu reduzieren, die Stimmung zu stabilisieren und Heißhunger zu vermeiden
Wichtig ist dabei nicht das „Ob“, sondern das „Wie“.
Meine Erfahrung? Der Mittelweg hilft den meisten
Ich bin selbst betroffen und habe im Laufe der Jahre mit Hunderten Frauen mit Lipödem gearbeitet. Was ich immer wieder erlebe:
Frauen, die morgens bewusst eine kleine, echte Mahlzeit zu sich nehmen, sind über den Tag hinweg ruhiger, stabiler und weniger im Essens-Karussell gefangen.
Und nein, du musst morgens kein Rührei mit 5 Toppings und Superfood-Porridge essen.
Ein kleines, proteinreiches Frühstück, z. B. ein Joghurt mit Nüssen, eine Linsenwaffel, vielleicht ein Ei mit etwas Gemüse oder auch mal ein Proteinriegel, kann völlig ausreichen, um dem Körper das Signal zu geben:
„Du bist versorgt. Du musst nicht bunkern.“
PS: Wenn du morgens noch gar nichts Festes runterbekommst, dann mach dir doch einen Smoothie aus Beeren, Leinsamen, etwas Proteinpulver deiner Wahl (Empfehlung!) und ja nach Konsistenz einfach Wasser oder pflanzliche Milch/Kuhmilch dazu.
Und was ist mit Intervallfasten?
Intervallfasten kann bei Lipödem funktionieren, wenn es dir wirklich gut damit geht.
Viele Frauen kommen z.B. mit einem 10–18-Uhr-Essfenster wunderbar zurecht. Andere kippen emotional völlig, wenn sie morgens nur Kaffee trinken und den Hunger unterdrücken.
Wenn du merkst:
- Deine Stimmung kippt vormittags schon
- Dein Essverhalten wird unkontrollierbar
- Deine Energie ist instabil
Dann ist es kein „Versagen“, sondern ein Zeichen, dass dein Körper morgens eine Versorgung braucht. Dein Essverhalten sollte angepasst sein an dein Leben, nicht an starre Regeln, die dir mehr Stress und Druck machen, als du vielleicht denkst.
Fazit: Frühstück ist kein Muss, aber oft ein hilfreicher Hebel
Wenn du Lipödem hast und unter Heißhunger, emotionalem Essen, Stimmungsschwankungen oder ständigem Kaloriendenken leidest, dann lohnt sich ein ehrlicher Blick auf dein Frühstück.
Statt dich zu fragen: „Muss ich frühstücken?“, frag dich lieber: „Was passiert, wenn ich es tue, und wie fühle ich mich danach?“
Gönn dir ein kleines Experiment, falls du bisher nicht gefrühstückt hast:
Teste 1–2 Wochen bewusst eine kleine, nährstoffreiche Mahlzeit am Morgen, und beobachte, wie sich dein Tag verändert. Vielleicht wird genau das dein persönlicher Gamechanger auf deinem Weg zu mehr Leichtigkeit – körperlich und mental.
Noch nicht genug?
In der aktuellen YouTube-Folge „Lipödem und Abnehmen – Ist Frühstück ein Muss oder nur ein Mythos?“ gehe ich noch tiefer auf all diese Punkte ein, inklusive vieler Beispiele aus der Praxis und meinem Erfahrungsschatz.
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