Sinnvolle Unterstützung oder unnötiges Risiko?
Das Thema Kreatin sorgt seit Jahren für Diskussionen, vor allem unter Frauen. Noch größer ist die Unsicherheit, wenn Lipödem im Spiel ist. Viele fragen sich: Ist Kreatin bei Lipödem überhaupt empfehlenswert? Fördert es Wassereinlagerungen? Oder kann es sogar helfen, den Alltag mit Lipödem besser zu bewältigen?
In diesem Beitrag möchte ich genau diese Fragen aufgreifen, und dir dabei sowohl fundierte Infos als auch persönliche Erfahrungen an die Hand geben.
Was ist Kreatin überhaupt?
Kreatin ist eine körpereigene Substanz, die vor allem für die Energieversorgung der Muskelzellen wichtig ist, aber auch für das Gehirn. Unser Körper stellt Kreatin selbst her, zusätzlich nehmen wir es über die Nahrung auf (zum Beispiel über Fleisch und Fisch).
Für sportlich aktive Menschen ist Kreatin längst ein bekanntes Supplement. Doch inzwischen zeigt sich: Auch für Frauen, gerade mit hormonellen Themen oder Lipödem, kann die Einnahme von Kreatin neue Türen öffnen.
Kreatin und Lipödem, passt das überhaupt zusammen?
Eine der häufigsten Sorgen ist die Angst vor Wassereinlagerungen. Gerade Frauen mit Lipödem sind hier besonders sensibel. Wichtig zu wissen: Die Wassereinlagerung durch Kreatin findet in der Muskulatur statt, also dort, wo Energie gebraucht wird. Sie ist nicht vergleichbar mit den typischen Ödemen, die bei Lipödem auftreten.
Diese Einlagerung kann sogar hilfreich sein: Die Muskeln sind leistungsfähiger, du fühlst dich aktiver, was sich wiederum positiv auf Bewegung, Training und sogar die Lymphzirkulation auswirken kann.
Energie, Stimmung, Fokus – kann Kreatin hier helfen?
Ja, und das ist ein Punkt, den viele gar nicht auf dem Schirm haben. Kreatin kann nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern, sondern auch die mentale. Frauen berichten von mehr Fokus, weniger „Brain Fog“ und stabilerer Stimmung, besonders in hormonell sensiblen Phasen wie vor der Periode.
Gerade bei Lipödem, wo Müdigkeit, Antriebslosigkeit und hormonelle Schwankungen häufig auftreten, kann Kreatin eine spürbare Entlastung bieten.
Meine persönlichen Erfahrungen
Ich habe Kreatin über einen Zeitraum von gut zwei Monaten getestet. Und ja, ich war selbst kritisch am Anfang. Die typischen Fragen gingen auch mir durch den Kopf: Was passiert mit meinem Gewicht? Lagere ich Wasser ein? Spüre ich überhaupt einen Effekt?
Was sich dann verändert hat, war beeindruckend: Mehr Energie im Training, aber auch im Alltag, stabilere Stimmung, kaum noch PMS-Beschwerden. Ich fühle mich stärker, regeneriere schneller nach meinen Trainingseinheiten und konnte sogar bei meinen Gewichten beim Krafttraining steigern.
Die Wassereinlagerungen, die ich schon immer habe, haben sich weder verändert noch hat sich hier etwas verschlimmert.
Wann macht Kreatin Sinn?
Kreatin kann für dich interessant sein, wenn du:
- regelmäßig Krafttraining machst oder dich im Alltag oft kraftlos fühlst
- mit Stimmungsschwankungen, PMS oder (zyklusbedingter) Müdigkeit kämpfst
- deine Muskelkraft und Leistungsfähigkeit verbessern möchtest
- nach einer Möglichkeit suchst, dein Wohlbefinden ohne Medikamente zu stärken
Wichtig ist: Kreatin ist kein Wundermittel. Es ersetzt keine gesunde Ernährung oder Bewegung. Aber es kann ein wirkungsvolles Tool sein, das dich auf deinem Weg unterstützt, besonders, wenn du mit einer chronischen Krankheit, wie dem Lipödem lebst.
Worauf du achten solltest
Wenn du Kreatin ausprobieren möchtest, beachte folgende Punkte:
- Wähle ein Kreatin-Monohydrat ohne Zusätze
- Achte auf eine ausreichende Trinkmenge (vor allem bei hoher Dosierung)
- Starte mit einer Loading-Phase, wenn du schnelle Effekte spüren möchtest, oder steigere langsam
- Nimm Kreatin regelmäßig ein, idealerweise täglich
- Bei Vorerkrankungen wie Nierenschwäche oder in der Schwangerschaft: bitte vorher mit Ärztin oder Arzt sprechen
Fazit: Ausprobieren lohnt sich, mit gesundem Menschenverstand
Kreatin ist kein gefährliches Pulver, das dich aufschwemmt oder dick macht. Es ist eine gut erforschte Substanz, die deinem Körper. Richtig angewendet, kann es spürbar helfen. Gerade bei Lipödem kann es die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit verbessern, das Training effektiver machen und dein Wohlbefinden im Alltag stärken.
Ob es auch dir hilft, können wir gerne gemeinsam in einer Zusammenarbeit herausfinden. Ansonsten gilt immer: beobachte deinen Körper, starte langsam, und sei offen für Veränderungen.
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