Lipödem und Emotionen

3 Tipps zum Umgang mit negativen Gefühlen und Gedanken

Umgang mit negativen Gefühlen und Gedanken

Bestimmt kennst du solche Tage auch? Tage, an denen einfach nichts nach Plan läuft, an denen es dir ohnehin psychisch oder auch physisch nicht sonderlich gut geht und als wäre das nicht schon nervig genug, kommt auch noch irgendeine Sache von außen, die dich stresst, dich ärgert, enttäuscht oder frustriert hinzu. An solchen Tagen ist das Emotionschaos vollkommen.

Inhalt:

Ein Leben ohne Emotionen gibt es nicht, sie gehören zum Leben dazu. Mal läuft es besser, mal läuft es nicht so gut. Im Leben läuft nichts linear. Es gibt Tag und Nacht, Sonne und Mond, schönes Wetter und schlechtes Wetter… es ist wie beim Abnehmen auch, mal geht das Gewicht hoch, mal wieder runter. Auch Gefühle und Gedanken können sich so verhalten. Emotionen kommen und gehen, Tag ein, Tag aus und wir können nichts dagegen tun.

Emotionen

Was aber tun, wenn du wirklich mal in so einem Emotionschaos feststeckst? Wenn dich deine negativen Gefühle oder Gedanken so stark beeinflussen und dich in ein Loch ziehen wollen? Ich schreibe das ganz bewusst so, denn genau so fühlte es sich bei mir lange Zeit an, auch ich hatte Höhen und Tiefen, gute und schlechte Phasen und die sind auch heute noch da.

Es ist super wichtig zu verstehen und zu lernen, wie du solche negativen Emotionen regulieren kannst, denn wenn du das nicht schaffst, dann bist du quasi verloren und fällst in so eine Art Loch, was ich eben schon genannt hatte. 

Ich möchte dir gerne verraten, was mir persönlich hilft, wenn ich drohe in so einem Emotionschaos zu versinken und warum Kontrolle, Ablenkung oder gar das Unterdrucken solcher Gefühle oder Gedanken in den meisten Fällen überhaupt nichts bringt.

Ein kleines Beispiel zum Verständnis: Emotionen sind wie Luftballons, wenn du hergehst und sie versuchst im Wasser zu versenken, sie runterzudrücken, also zu unterdrücken, dann geht das für einen Moment ganz gut… aber irgendwann kommt der Ballon wieder hoch und das schneller, als dir manchmal lieb ist und oft in Situationen, in denen es überhaupt nicht passt. Folglich kann das Unterdrücken beispielsweise keine Lösung sein.

Gefühle unterdrücken

Also… was tun?

Hier 3 Tipps, die ich dir ab sofort ans Herz legen möchte.

1. Hör auf damit, immer nur gute und schöne Gefühle oder Gedanken haben zu wollen.

Wer das als Ziel verfolgt, wird schnell feststellen, dass das unmöglich ist. Fakt ist: nur, wenn du ab und an auch mal einen schlechten Tag hast oder etwas nicht so gut verläuft, kannst du die guten und schönen Momente schätzen. 

Jedes Gefühl und jeder Gedanke hat seine Daseinsberechtigung, genau wie Sonne und Mond, Tag und Nacht… du erinnerst dich? Wer sich vor der Nacht fürchtet, der freut sich umso mehr auf den Tag, nicht wahr?

Positiv oder negativ

Ein anderes Beispiel: es gibt Tage, da nervt mich meine Kompression, es ärgert mich, dass gerade ich ein Lipödem habe und ich würde am liebsten davonrennen. Mich in diese blöde Strumpfhose zu quälen, das ist ganz schön anstrengend und dennoch weiß ich mittlerweile, wenn ich sie nicht anziehe, dann geht es mir ein paar Stunden später richtig schlecht. 

Egal, wie groß der Ärger und der Frust ist, ich zieh sie an, weil ich daraus gelernt habe, weil ich weiß, es geht nicht ohne und dafür bin ich sehr dankbar. 

Ganz wichtig dabei ist, dass du anfängst dem Leben zu vertrauen, denn alles einen Sinn und es ist auch gar nicht schlimm, wenn du nicht sofort verstehst, warum etwas so und so gemacht wird… 

Wie heißt es so schön: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. 

Auch negative Emotionen gehört also zum Alltag dazu und jede Krise, durch die du hindurch musst, macht dich größer und stärker, lässt dich wachsen und gibt dir neuen Mut. Du hast in jeden Moment die Chance zu entscheiden, ob du im Drama bleibst oder, ob du damit abschließt und anfängst mit den Emotionen Frieden zu schließen. Es ist wie in den meisten Filmen, es gibt überall Höhen und Tiefen und am Ende ist meist alles gut. Falls es bei dir noch nicht gut ist dann bist du eben noch nicht am Ende angekommen und musst noch eine Weile durchhalten. 

Versuche so und so das beste aus jeder Situation zu machen, denn sich über etwas aufzuregen, was du ohnehin nicht ändern kannst ist verschwendete Energie, die du an anderen Stellen viel sinnvoller nutzen könntest. 

Das klingt alles so einfach… ist es aber nicht! Viele schaffen es nicht aus eigener Kraft ihre Emotionen zu regulieren und wenn du vielleicht feststellst, dass es auch bei dir ganz oft solche Momente gibt, in denen du dich verloren fühlst, dann solltest du dir ernsthaft Gedanken darüber machen, ob es nicht besser wäre, wenn du dir jemanden an deine Seite holst?! Jemand, der dich versteht, der all das schon hinter sich hat, der weiß, wovon er spricht und dir Unterstützung bieten kann!

Sehr gerne helfe ich dir durch dein Emotionschaos, melde dich unverbindlich zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch und lass uns einfach rausfinden, ob und wie ich dir helfen kann.

Ernsthaft: es ist deine Entscheidung, wie lange du dich schlecht fühlen willst oder wie lange du etwas kacke finden magst und dich darüber ärgerst.

2. Hör auf damit, schlechte Emotionen sofort abschalten zu wollen.

Viele gehen her und schalten negative Emotionen sofort ab, sie denken, das müsste man so machen, die sind blöd, unangenehm und ja am besten schnell weg damit. Logisch, solche negativen Gefühle oder Gedanken will man nicht haben, will niemand fühlen oder denken. Tja, das ist leider Blödsinn und hilft, wenn überhaupt, nur kurzfristig. 

Du kannst dich ablenken oder betäuben, vielleicht durch Essen, was sehr viele Frauen, insbesondere auch viele Lipödem-Betroffene tun. Ich habe das jahrelange so gemacht und dadurch sogar eine Essstörung entwickelt. Ich weiß, wie bescheuert das ist oder in meinem Fall war. Du kannst negative Emotionen nur komplett loskriegen, wenn du hergehst und sie ansiehst und erkennst, sie fühlst und sie dann ziehen lässt. 

Gib dem ganzen Raum, fühle deinen Schmerz, deinen Ärger, deine Wut, Enttäuschung oder was auch immer, egal, wie weh es tut und egal, ob wir weinen müssen, ob wir wo reinschlagen müssen, schreien wollen. Egal was es ist, es hilft besser als die Betäubung durch Essen, Alkohol etc.

Der Druck löst sich erst dann, wenn du die Emotionen wahrnimmst.

Dabei ist es vollkommen in Ordnung, wenn du mal schimpfst oder schreist, heulst oder wie wild in ein Kissen schlägst… danach ist aber wieder ok.

Ganz wichtig an dieser Stelle: triff eine Entscheidung für dich, die dir hilft das Drama zu beenden, es ziehen zu lassen.

Sei dir stets bewusst, es gibt hin und wieder Situationen, die laufen nicht nach Plan und deswegen bist du nicht gleich ein Versager – nein!

Für das Lipödem kannst du im Grunde genommen nichts, du bist nicht schuld dran. Für das ein oder andere Kilo zu viel… dafür kannst du vielleicht was und dich als Versager zu bezeichnen, das darfst du erst, wenn du aufgibst. 

Sei also bereit durch die Hölle zu gehen, das bin ich auch und ich musste das alleine tun, auch das musst du nicht! Ernsthaft jetzt! Bitte such dir jemanden, der dir da durch hilft, der zu dir steht, dich unterstützt und dich begleitet. Lass Hilfe zu, das ist überhaupt keine Schande, im Gegenteil!!

Schau gerne mal auf meine Homepage und lies dir die vielen Geschichten von den Frauen durch, die schon mit mir zusammen großartiges erreicht haben und vielleicht findest du ja eine oder sogar mehrere Personen, die dir ähnlich sind. Möglicherweise meldest du dich ja auch bald bei mir und wir arbeiten gemeinsam an deinen Zielen? 

>> Zu den Referenzen <<

Egal wo du stehst, wir können es zusammen viel schneller und einfacher ans Ziel schaffen und du musst nicht alle zwei Wochen einen anderen Plan beginnen und dann doch wieder die Flinte ins Korn werfen, weil es wieder nicht in deinen Alltag passt, weil wieder ein negatives Gefühlschaos oder dergleichen auftritt und du nicht weißt, wie du damit umgehen kannst…

Rein ins Abenteuer, ins Wachsen, in die Leichtigkeit! 

3. Hör auf damit, zu denken, dass es sich immer gut anfühlen muss.

Von wegen alles muss sich immer richtig anfühlen und ein gutes Gefühl in dir auslösen! Papperlapp!! Das geht doch gar nicht. 

Wenn sich beispielsweise jemand auf eine Zusammenarbeit mit mir einlässt, dann wissen wir beide noch gar nichts. Wir wissen nicht, was wir auf deinem Weg alles verändern müssen. Richtig oder gut kann es sich nicht anfühlen, sondern es darf sich stimmig anfühlen für dich!

Glückliche springende Frauen

Etwas neu zu lernen, ist nie einfach. Fast jede Frau, die am Anfang der Diagnose Lipödem steht, ist erst mal überfordert und das ist ja auch komplett normal, es ist was neues, etwas, was du nicht kennst und was dir vielleicht Angst macht, was dich verunsichert. Hier alle Ängste und Sorgen einfach abzuschalten, würde nicht funktionieren!

Beispiel: Ein Kind, was grade laufen lernt, das fällt zig mal auf den Hintern, richtig? Es steht aber jedes mal wieder auf. Diesem Kind würdest du ja auch nicht sagen: „Oh je, lass das mal lieber mit dem Laufen lernen.“ Oder? 

Kinder sind die besten Lehrer in so unfassbar vielen Situationen. Das gilt auch für die Emotionsregulation, denn sie leben ihre Emotionen und zwar ohne nachzudenken. Kinder unterdrücken nichts. Sie weinen, sie schreien, sie zornen. Alles vollkommen normal. 

Ein erwachsener Mensch bekommt im schlimmsten Fall irgendwann vielleicht mal einen Wutausbruch und dann? Dann wirft man nicht selten mit Worten oder Sachen um sich, die man im Nachhinein bereut. Vielleicht kommt dir das ja bekannt vor?

Zusammenfassend für dich: Nimm deine Emotionen wahr. Egal, ob sie positiv oder negativ sind, sie sind ok, sie dürfen sein. Begegne ihnen, fühle sie und lass sie ziehen.

Meine Expertentipps für ein leichteres Leben mit Lipödem

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