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Ganzheitliches Wohlbefinden mit Ayurveda – Teil 1: Ernährungs-Tipps bei Lipödem

Ayurveda – Traditionelle Medizin aus Indien

Ayurveda ist die traditionelle Medizin Indiens und entspricht der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM, in China. Der Begriff „Ayurveda“ stammt aus dem Sanskrit und setzt sich aus den Wörtern „Ayus“ (Leben) und „Veda“ (Wissen) zusammen. Ayurveda ist ein ganzheitliches System, das Körper, Geist und Seele im Einklang hält bzw. bringen soll. Es besteht aus verschiedenen Bausteinen wie Ernährung, Lebensführung, Hautpflege, Reinigung, Atemübungen etc.

Das Konzept der Doshas

Ein zentrales Element ist das Konzept der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha, die sich wiederum aus den fünf Elementen (Raum, Feuer, Wasser, Luft und Erde) zusammensetzen. 

Individualität und Gesundheit im Ayurveda

Kurz erklärt: Diese Doshas stellen die energetischen Kräfte im Körper dar und beeinflussen die individuelle Konstitution. Jeder Mensch hat eine einzigartige Mischung dieser Doshas, die seine körperliche, geistige und emotionale Verfassung bestimmen. 

Ayurveda in der Praxis

Ayurveda und Lipödem

Ziel der ayurvedischen Medizin ist es, das Gleichgewicht der Doshas zu erhalten oder wiederherzustellen, um eine optimale Gesundheit zu fördern. Im Ayurveda erhält man je nach Konstitution Empfehlungen, sich entsprechend zu verhalten. Kathrin erklärt, dass zum Beispiel bei der Krankheit Lipödem sehr viel Kapha vorhanden ist. Kapha sollte daher reduziert werden, um sich besser bzw. wohler zu fühlen. Kathrin leidet selbst an einem Lipödem und hat gute Erfahrungen mit Ayurveda gemacht, vor allem in Bezug auf die Schmerzen. Sie weist jedoch darauf hin, dass ayurvedisch leben nicht bedeutet, das Lipödem loszuwerden. 

Ayurveda als alternative Medizin

Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass Ayurveda als alternative Medizin gilt und es ratsam ist, einen qualifizierten Ayurveda-Spezialisten zu konsultieren, insbesondere bei ernsthaften Gesundheitsproblemen.

Ernährung im Ayurveda

Grundprinzipien der ayurvedischen Ernährung

Für diese Folge haben wir uns auf die Ernährung im Ayurveda konzentriert. Die Ernährung spielt eine zentrale Rolle, da sie als wesentlicher Bestandteil zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Doshas gilt. Grundsätzlich gibt es in der ayurvedischen Ernährung keine Verbote, sondern eher Empfehlungen, wie Kathrin erklärt. 

Ernährungsempfehlungen und -verbote

So sollte man zum Beispiel im Winter keinen Salat und generell keine kalten Speisen essen, da diese zu Verdauungsproblemen führen können. Produkte, die keine Lebensmittel sind, werden im Ayurveda aber grundsätzlich abgelehnt. Lebensmittel im Ayurveda müssen natürlich, nahrhaft, unverarbeitet und frisch sein.

Natürliche Süßungsmittel

Kathrin erwähnt hier, dass z.B. „Pülverchen“ zum Süßen abgelehnt werden, da sie die Energie von Körper und Geist stören. Diese Produkte, die von der Lebensmittelindustrie meist aggressiv und bunt beworben werden, suggerieren uns, dass natürlicher Zucker böse ist. Doch Kathrin ist anderer Meinung. Natürlich ist zu viel Zucker nicht gut für unsere Gesundheit, aber der natürliche Zucker wird von unserem Körper sogar gebraucht.

Spezifische Ernährungsweisen im Ayurveda

Warme Mahlzeiten und Verdauung

Die optimale Ernährung im Ayurveda besteht darin, überwiegend oder ausschließlich warm zu essen. Der Grund dafür ist, dass der Körper so alles gut verdauen und aufspalten kann. Je nach Konstitution werden auch keine oder nur wenige Zwischenmahlzeiten eingenommen. Dem Körper sollten immer mindestens vier Stunden zur Verdauung gegeben werden. Diese Regel ist aber nicht nur im Ayurveda üblich. Kathrin betont aber, dass man daran erkennen kann, dass es sich um sehr altes Wissen handelt.

Bedeutung von Mahlzeiten und Agni

Im Ayurveda wird die Hauptmahlzeit des Tages immer mittags eingenommen. Darüber hinaus wird dem Frühstück eine besondere Bedeutung beigemessen. Eine nahrhafte und ausgewogene Mahlzeit am Morgen bringt den Stoffwechsel in Schwung und liefert Energie für den Tag. Abends gibt es nur eine leichte Mahlzeit, zum Beispiel eine Gemüsesuppe, um den Körper vor dem Schlafengehen nicht zu sehr zu belasten. Das Konzept von Agni, dem Verdauungsfeuer, ist im Ayurveda von zentraler Bedeutung. Durch die Auswahl leicht verdaulicher Nahrungsmittel und die Einhaltung der Essenszeiten wird Agni unterstützt, was zu einer effizienten Verdauung beiträgt.

Gewürze und sattvische Ernährung

Bei der Zubereitung der Speisen wird im Ayurveda viel Wert auf das Würzen gelegt, betont Kathrin. Vor allem Kräuter und verdauungsfördernde Gewürze sollten verwendet werden. Dabei müssen es nicht immer indische Gewürze sein, auch die italienische Küche bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Gewürzen. Im Ayurveda spielt auch die sattvische Ernährung eine Rolle. Diese besagt, dass das Essen nicht nur sättigen und nähren, sondern auch die Seele nähren soll.

Kathrins persönliche Erfahrungen und Tipps

Kathrins Ayurveda-Integration im Alltag

Kathrin selbst integriert Ayurveda seit ca. 9 Jahren in ihren Alltag. Sie trinkt z.B. jeden Morgen ein großes Glas warmes Wasser, isst vor allem morgens eine warme und abends eine leichte Mahlzeit, um besser zur Ruhe zu kommen. So konnte sie beobachten, dass sie durch ihren eigenen Ernährungsplan seit Jahren erfolgreich ihr Gewicht hält und auch die Schmerzen durch das Lipödem deutlich nachgelassen haben.

Einfache Ayurveda-Tipps für den Alltag

Kathrins Tipps, wie man ein wenig Ayurveda in den Alltag integrieren kann, sind folgende:

  • Jeden Morgen ein großes Glas warmes Wasser trinken, dies sollte immer das erste sein, was den Magen berührt.
  • Keinen Kaffee oder kaffeehaltige Getränke auf nüchternen Magen trinken.
  • So oft wie möglich warmes oder gekochtes Essen zu sich nehmen, am besten zu jeder Mahlzeit. Morgens kann dies z.B. ein Porridge oder auch mal ein getoastetes Brot sein.
  • Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit des Tages.
  • Kalte Milchprodukte wie Quark sind nicht empfehlenswert, da sie viel Kapha verursachen.
  • Speisen gut würzen, z.B. mit Kurkuma, Paprika, Kreuzkümmel oder verschiedenen Kräutern.
  • Alle Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit vereinen. Die ayurvedische Ernährung betont sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Eine ausgewogene Mahlzeit sollte alle sechs Geschmacksrichtungen enthalten, um eine zufriedenstellende und nahrhafte Ernährung zu gewährleisten.
  • So natürlich wie möglich essen und saisonale Produkte bevorzugen. Frische, saisonale Produkte können die natürlichen Schwankungen im Körper harmonisieren.
  • Am besten ein ayurvedisches Kochbuch kaufen oder ausleihen oder im Internet nach Rezepten suchen und das eine oder andere ausprobieren.
  • Kathrin betont, dass man nicht alles auf einmal umstellen sollte, sondern Schritt für Schritt. Dabei sollte auch immer die persönliche Situation berücksichtigt und hinterfragt werden, z.B. habe ich mittags überhaupt Zeit, meine Hauptmahlzeit zu essen. Die einzelnen Vorschläge können dann für eine gewisse Zeit (z.B. ca. 2 Wochen) ausprobiert werden.

Kathrins abschließender Hinweis: Kein Lebensmittel ist schlecht, in gewissem Maße kann uns alles guttun, vor allem wenn es sich um natürliche Lebensmittel handelt.

Du findest das Thema spannend? Dann solltest du dir unbedingt den aktuellen Podcast bzw. die YouTube-Folge mit Kathrin anhören. Außerdem kannst du dich auf einen zweiten Teil freuen, in dem es um Bewegung im Zusammenhang mit Ayurveda geht.

Bewirb dich auf ein kostenloses Erstgespräch unter: https://schwarztina.de/termin

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