Lipödem ist nicht deine Schuld, aber vielleicht dein Moment für Veränderung
Der Juni ist Lipödem Awareness Month. Ein Monat, in dem es darum geht, mehr Aufmerksamkeit für eine Krankheit zu schaffen, die noch immer viel zu oft falsch verstanden, nicht ernst genommen oder viel zu spät erkannt wird.
Vielleicht kennst du das selbst: Du hast schon unzählige Diäten ausprobiert, warst diszipliniert, hast Sport gemacht, dich immer wieder zusammengerissen und trotzdem hattest du das Gefühl, dein Körper macht einfach nicht mit.
Vielleicht hast du dich gefragt:
„Warum nehme ich an den Beinen nicht ab?“
„Warum klappt es bei anderen und bei mir nicht?“
„Bin ich einfach selbst schuld?“
Genau hier möchte ich dir etwas sagen, das so wichtig ist:
Du bist nicht schuld an deinem Lipödem.
Nicht an deinen Beinen. Nicht an deinen Armen. Nicht daran, dass dein Körper anders reagiert. Und auch nicht daran, dass Diäten bei dir vielleicht nie so funktioniert haben wie bei Frauen ohne Lipödem.
Aber: Nur weil du keine Schuld hast, heißt das nicht, dass du gar keinen Einfluss nehmen kannst. Und genau darum geht es in diesem Beitrag.
Warum der Lipödem Awareness Month so wichtig ist
Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die vor allem Frauen betrifft. Typisch sind unter anderem Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Schwellungen und eine disproportionale Fettverteilung, häufig an Beinen, Hüfte, Po oder Armen.
Viele Frauen mit Lipödem hören jahrelang Sätze wie:
„Du musst einfach weniger essen.“
„Mach doch mal mehr Sport.“
„Das ist halt Veranlagung.“
„Stell dich nicht so an.“
Solche Sätze können unglaublich verletzend sein. Denn irgendwann beginnt man vielleicht selbst daran zu glauben. Man denkt, man sei undiszipliniert, zu schwach oder einfach nicht konsequent genug.
Doch Lipödem ist nicht einfach „zu viel gegessen“. Und es ist auch nicht deine Schuld, wenn dein Körper anders reagiert. Genau deshalb braucht es mehr Aufklärung, mehr Verständnis und mehr ehrliche Gespräche über diese Erkrankung.
Du brauchst nicht noch eine Diät
Viele Frauen mit Lipödem haben schon so viel ausprobiert: Kalorien gezählt, Low Carb, Intervallfasten, Shake-Diäten, Detox, kein Zucker, keine Kohlenhydrate oder immer neue Sportprogramme.
Und irgendwann kommt dieser Gedanke:
„Bei mir bringt eh nichts etwas.“
Ich kann diesen Gedanken so gut verstehen. Wenn du immer wieder startest, hoffst, durchhältst und am Ende trotzdem frustriert bist, dann verlierst du irgendwann Vertrauen in all die Programme, in deine Ernährung, in deinen Körper und vielleicht sogar in dich selbst.
Aber vielleicht ist das Problem nicht, dass du zu schwach warst oder bist.
Vielleicht ist das Problem, dass der Weg bisher einfach nicht zu dir gepasst hat.
Mit Lipödem brauchst du nicht irgendeinen Plan von der Stange. Du brauchst einen Weg, der zu deinem Alltag passt, zu deinen Beschwerden, zu deinem Essverhalten, zu deiner Bewegung, zu deiner Kompression, zu deinem Familienleben, deinem Job und deiner Energie.
Denn was bringt dir der perfekte Plan auf dem Papier, wenn du ihn in deinem echten Leben nicht umsetzen kannst?
Nicht schuld, aber trotzdem nicht machtlos
Nein, du hast dir dein Lipödem nicht ausgesucht.
Und nein, du kannst es nicht einfach “wegdiäten”.
Aber du kannst lernen, deinen Körper besser zu verstehen.
Du kannst lernen, welche Ernährung dir guttut.
Du kannst herausfinden, welche Lebensmittel deine Beschwerden vielleicht verstärken.
Du kannst Bewegung finden, die dich stärkt statt überfordert.
Du kannst lernen, mit emotionalem Essen anders umzugehen.
Du kannst deine Kompression besser in deinen Alltag integrieren.
Und du kannst beginnen, dich selbst nicht mehr jeden Tag fertig zu machen.
Das Ziel ist nicht Perfektion.
Das Ziel ist mehr Verständnis, mehr Klarheit und mehr Lebensqualität.
Vielleicht bedeutet das für dich weniger Schmerzen, mehr Energie, mehr Beweglichkeit, weniger Essanfälle, ein besseres Gefühl in Kleidung oder einfach das Gefühl:
„Ich bin nicht mehr allein damit.“
Und das ist unglaublich wertvoll.
Lipödem betrifft mehr als nur Beine und Arme
Lipödem betrifft oft nicht nur den Körper. Es betrifft auch das Selbstbild, die Kleidung, die Ernährung, die Partnerschaft, die Bewegung, den Alltag, das soziale Leben und die Psyche.
Vielleicht kennst du das Gefühl, beim Shoppen schon vorher zu wissen, dass es frustrierend wird. Vielleicht suchst du Kleidung nicht mehr danach aus, was dir gefällt, sondern danach, was möglichst gut versteckt. Vielleicht hast du dich schon oft gefragt, warum dein Körper so anders reagiert.
Deshalb braucht es beim Lipödem aus meiner Sicht einen ganzheitlichen Blick.
Nicht einfach nur: „Iss doch weniger.“ oder „Mach halt mehr Sport.“
Sondern:
Was ist wirklich los?
Was brauchst du?
Was passt zu dir?
Und wie kannst du einen Weg finden, der langfristig in dein Leben passt?
Du darfst dir Unterstützung holen
Ein Gedanke, den viele Frauen mit Lipödem haben, ist:
„Ich müsste das doch eigentlich alleine schaffen.“
Aber nein. Du musst nicht alles alleine schaffen.
Du musst nicht allein herausfinden, welche Ernährung dir guttut.
Du musst nicht allein gegen emotionale Essmuster kämpfen.
Du musst nicht allein mit deiner Kompression verzweifeln.
Du musst nicht allein herausfinden, welche Bewegung für dich möglich ist.
Und du musst auch nicht erst „schlimm genug“ dran sein, um dir Hilfe holen zu dürfen.
Viele Frauen warten sehr lange. Oft so lange, bis die Schmerzen richtig schlimm sind, oder das Gewicht immer mehr wird. Manche warten bis nach dem Urlaub, bis nach Weihnachten, Neujahr ist wohl einer der Klassiker oder jede Woche aufs Neue: bis zum nächsten Montag.
Aber vielleicht ist genau jetzt dein Moment, nicht mehr länger zu warten, weil du erkannt hast, dass du für dich und deinen Körper einstehen darfst.
Mein Awareness-Month-Special im Juni
Weil Juni Lipödem Awareness Month ist, möchte ich diesen Monat für dich besonders machen.
Wenn du dich im Juni für mein 1:1 Lipödem-Coaching entscheidest, bekommst du zu den regulären 6 Monaten Zusammenarbeit einen zusätzlichen Monat Coaching geschenkt.
Das bedeutet:
7 Monate Begleitung statt 6.
In dieser Zeit schauen wir gemeinsam auf deine Ernährung, deine Bewegung, deine Beschwerden, deine Glaubenssätze, deine emotionalen Essmuster, deine Kompression und mögliche Alternativen, deinen Alltag und dein persönliches Ziel.
Denn du bist nicht irgendein Fall.
Du bist eine Frau mit einer Geschichte, mit Erfahrungen, mit Zweifeln, mit Ängsten, mit Sorgen, mit Wünschen und mit einem Körper, der Aufmerksamkeit braucht.
Vielleicht möchtest du abnehmen.
Vielleicht möchtest du weniger Schmerzen.
Vielleicht möchtest du dich wieder wohler fühlen.
Vielleicht möchtest du dich auf eine Liposuktion vorbereiten oder danach wieder besser in deinen Alltag finden.
Oder vielleicht möchtest du einfach nicht mehr ständig gegen dich selbst kämpfen.
Genau dafür braucht es keinen Plan von der Stange, sondern einen Weg, der dich wirklich sieht.
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Fazit: Du bist nicht schuld an deinem Lipödem
Bitte nimm diesen Satz mit:
Du bist nicht schuld an deinem Lipödem.
Nicht an deiner Diagnose.
Nicht an deinen Beinen.
Nicht an deinen Armen.
Nicht daran, dass dein Körper anders reagiert.
Nicht daran, dass du schon so oft frustriert warst.
Aber du darfst jetzt aufhören, dich dafür fertig zu machen.
Du darfst aufhören, alles alleine schaffen zu wollen.
Du darfst aufhören zu glauben, dass du erst perfekt sein musst, bevor du dir Unterstützung holen darfst.
Du darfst anfangen, mit deinem Körper zu arbeiten – nicht gegen ihn.
Vielleicht ist der Juni dein Monat.
Nicht nur, um über Lipödem aufzuklären, sondern auch, um für dich selbst loszugehen.